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   Heizen mit Holz

 Holz, das in der Natur verrottet, setzt die gleiche Menge C0² frei,wie das Holz, das in einem guten Ofen verbrannt wird.Die Holzverbrennung schließt daher, wie die Holzverwesung, einen natürlichen Kreislauf.
Richtiges Heizen mit Holz ist nahezu so umweltverträglich wie die Verbrennung bei modernen Gas-Heizungen. Bis zu 80% der reinen Holzsubstanzen verbrennen als gasförmige Bestandteile. Bei der Verbrennung werden vorwiegend nur die Naturbestandteile des Baumes,Wasser, Kohlendioxyd und Mineralien freigesetzt. Weil Holz fast keinen Schwefel enthält, kann auch beim Holzfeuer kein darüber hinausgehendes giftiges Schwefeldioxyd entstehen.
Wird Holz in einem guten Ofen mit hoher Verbrennungstemperatur und ausreichender Sauerstoffzufuhr verbrannt, erzielt man einen hohen Wirkungsgrad mit geringen Schadstoffemissionen. Voraussetzung ist, dass Holz naturbelassen, gut abgelagert und trocken verbrannt wird. Holz gilt als der gasreichste Brennstoff, deshalb die schönen Flammen.
Der Wirkungsgrad Ihres Kaminofens hängt weitgehend auch von der Wahl des richtigen Brennstoffes ab. Frisches und feuchtes Holz heizt weniger, brennt schlechter, qualmt stark und rußt. Frisch gefälltes Holz enthällt im Durchschnitt genausoviel Holzsubstanz wie Wasser. Erst durch richtiges Lagern und Trocknen wird aus Holz wertvolles Brennholz.
Holz trocknet an der Luft, nimmt aber auch wieder die Feuchtigkeit aus der Luft auf ! Das im Feuerholz enthaltene Wasser wird beim Verbrennen in Wasserdampf umgewandelt.Mit dem Dampf geht aber auch die für die Verdampfung notwendige Heizenergie verloren. Deshalb hat frisches Holz im Durchschnitt nur einen halb so großen Heizwert wie trocknes Holz.
Normalerweise enthält trockenes Holz im Mittel 15% Wasser, bezogen auf das Darrgewicht. Brennholz sollte nicht mehr als 20% Wassergehalt aufweisen. Sind Sie sich nicht sicher, können wir mittels eines Holzfeuchtemessgerätes den Wassergehalt des Holzes feststellen.

Im folgenden Heizwertvergleiche einiger bekannter Holzarten:

Fichte3900 kcal4,5 kWh
Kiefer3800 kcal4,4 kWh
Birke3700 kcal4,3 kWh
Eiche3600 kcal4,2 kWh
Pappel3550 kcal4,1 kWh
Ahorn3550 kcal4,1 kWh
Buche3450 kcal4,0 kWh

 

 Brennholz wird knapp

Heizen mit Nadelholz noch weitgehend unbekannt
Seit dem Energiechaos in Deutschland ist der Verkauf von holzbeheizten Öfen sprunghaft angestiegen. Die Verteuerung von Öl und Gas bringt viele Menschen dazu, s.g. Schwedenöfen oder Kachelöfen in ihren Wohnungen zu installieren.
Da fertiges und gut abgelagertes Holz auch nicht gerade billig ist, hat das Interesse an der eigenhändigen Aufarbeitung von Holz im Wald stark zugenommen. Motorsäge und persönliche Schutzausrüstung sind weitere Investitionen, um das eigene Brennholz im Wald aufzuarbeiten.
Dabei besteht zunächst das Problem, daß frisches Holz mindestens zwei, besser drei Jahre frei belüftet unter Dach trocknen sollte, bevor es seinen optimalen Brennwert hat und in den Ofen wandern kann. Wer sein Brennholz früher verbrennt, riskiert eine Schornstein-Versottung und Kaminbrände. Regional ist ein Ansturm auf Brennholz zu verzeichnen. Viele Waldbesitzer verkaufen daher kein Brennholz mehr. Immer noch geistert durch die Köpfe der Verbraucher, daß nur Laubholz, insbesondere Buche, Eiche, Esche und Birke als Brennholz geeignet ist. Da auch die Regionen betroffen sind wo das Nadelholz vorherrscht, ist absehbar, daß das weniger vorhandene Laubholz die hohe Nachfrage nicht befriedigen kann.
Nadelholz und insbesondere Kiefernholz ist dagegen noch reichlich vorhanden. Kiefernholz hat, was kaum jemand weiß, einen höheren Heizwert als Buchenholz, brennt aber etwas schneller ab. Trocken verbranntes Holz schädigt weder Ofen noch Schornstein und kann insofern gut für Heizzwecke verwendet werden. Urlauber, die in Süddeutschland, Österreich oder Skandinavien waren, wissen, daß dort die Brennholzstöße vor den Häusern weitgehend aus Nadelholz bestehen. Seit Generationen wird hier mit Nadelholz geheizt. Die Ablehnung dieses Holzes durch den Verbraucher stammt aus der Zeit der offenen Herdfeuer und Kamine, in denen wegen der Spritzgefahr kaum harzhaltiges Holz verbrannt wurde.
Für die Verheizung im Ofen spielt allerdings dieses Argument keine Rolle. Fichten- und Kiefernholz ist z. Z. im Wald noch reichlich vorhanden und wird deutlich günstiger abgegeben als Buchenholz
 

Richtiges Heizen: 

  • keine Abfälle, kein behandeltes Holz, keine Pappe, kein Papier verbrennen
  • Brennholz muss trocken (mindestens 2 Jahre abgelagert) sein
  • sparsam Brennstoff aufgeben
  • Empfehlung zur Einstellung der Luftschieber beachten
  • Luftschieber unter dem Rost bleibt bei Holzfeuer zu
  • Holz nicht mit der Stirnseite zur Glasscheibe auflegen, rasche Verrusung

 

 

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Bezirksschornsteinfeger Roland Geist, Vellahn Tel. 038848-20483 Mobil.0172- 844 42 72 email: rgeist1004@yahoo.de